Reisetipps | 11.05.2021

Wanderbekleidung und Wanderausrüstung – so gelingt der Wanderurlaub

Wandern zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen. Aus gutem Grund: Denn bei Wanderungen bewegen Sie sich an der frischen Luft, erleben die Natur in all ihren Facetten hautnah, sind an kein bestimmtes Tempo gebunden und können die Strecke ganz nach Ihren Vorlieben und der körperlichen Verfassung auswählen.

Vielleicht möchten Sie sich nicht allzu sehr anstrengen und entscheiden sich für einen leichten Weg mit nur geringfügigen Steigungen, sind aber dennoch mehrere Stunden unterwegs.

Vielleicht gehören Sie zu denjenigen, die eine solche Wanderung nur als „ausgedehnten Spaziergang“ bezeichnen. Dann wählen Sie eine anspruchsvolle Strecke mit erheblichen Steigungen, etwa den Aufstieg auf einen hohen Berg, von dessen Gipfel aus Sie die herrliche Aussicht genießen können.

Oder aber Sie möchten einen regelrechten Trekkingurlaub machen, bei dem Sie mehrere Tage unterwegs sind. Dabei übernachten Sie teils im Freien, teils in Hütten und teils sogar in Pensionen.

Es gibt inzwischen sogar Reiseveranstalter, die einen Aktivurlaub anbieten, bei dem Sie ein festes Quartier beziehen und von dort aus Tagestouren in die wunderbare Region unternehmen.

Die erforderliche Wanderbekleidung und Wanderausrüstung

Selbstverständlich möchten Sie beim Wandern nicht nur bequem gehen und sich insgesamt wohlfühlen, sondern auch möglichst wenig tragen müssen. Was Sie mitnehmen, richtet sich nach der Art und der Dauer Ihrer Wanderung.

Einige Utensilien sind jedoch immer unabdingbar:

  1. geeignete Schuhe
  2. die richtige Wanderbekleidung
  3. Accessoires
  4. Rucksack
  5. Ausrüstung und Proviant während der Wanderung

1. Die geeigneten Schuhe beim Wandern

Mehr noch als im Alltag ist beim Wandern die Wahl der richtigen Schuhe entscheidend. Immerhin tragen sie unser Gewicht und werden durch das teilweise unwegsame Gelände stark beansprucht. Sie sollen uns sicheren Halt gewährleisten und außerdem bequem sein.

An den Schuhen sollten Sie nicht sparen und sich außerdem beim Einkauf ausreichend Zeit lassen. Die Sohle muss stabil, aber dennoch flexibel sein und eine kräftige Profilierung aufweisen. Achten Sie auch auf die Nähte – sie können später Druckstellen hervorrufen. Und da Sie manchmal auch durch Pfützen oder über Schneefelder gehen, müssen die Schuhe beim Wandern wasserdicht sein.

Je nach Art Ihrer Wanderung entscheiden Sie sich für Halbschuhe oder Schuhe mit hohem Schaft, der die Knöchel besonders schützt.

Noch ein Tipp: Selbst wenn Ihre Wanderschuhe im Geschäft bequem und leicht wie Pantoffeln sind – es ist unabdingbar, sie zu Hause „einzulaufen“. Häufig machen sich Druckstellen erst nach einiger Zeit bemerkbar. Und nicht vergessen: die passenden Socken oder Kniestrümpfe dazu kaufen. Socken, die Sie im Alltag tragen, sind beim Wandern ungeeignet.

2. Die geeignete Wanderbekleidung

Die Kleidung muss beim Wandern – wie bei jedem anderen Sport auch – atmungsaktiv und funktionell sein. Das bedeutet: Sie muss Flüssigkeit schnell nach außen leiten und genügend Luft an den Körper lassen. Bei Wärme soll sie kühlen, bei Kälte wärmen.

Die Unterwäsche beim Wandern

Das fängt bei der Unterwäsche an. So gut im Alltag Wäsche aus Baumwolle sein mag, so ungeeignet ist sie beim Wandern. Sie saugt sich nämlich schnell mit Feuchtigkeit voll – der unangenehme Effekt für Sie: Sie beginnen zu frieren und fühlen sich sehr unwohl.

Besser ist die Funktionsunterwäsche aus Mischgewebe oder Merino-Wolle. Die Wolle verursacht ein kuscheliges Gefühl auf der Haut und neutralisiert unangenehme Gerüche; Mischgewebe fühlt sich etwas kühler an.

Hemd und Hose gibt es in unterschiedlichen Längen: mit langen Ärmeln und Beinen, halblangen und kurzen. Für welche Variante Sie sich entscheiden, ist vorwiegend abhängig von der Witterung.

Die Oberbekleidung

Die Oberbekleidung beim Wandern besteht aus Hose, Hemd und Jacke. Auch hier gilt: Meist ist ein Mischgewebe die praktischste Wahl, weil es atmungsaktiv ist und die Feuchtigkeit schnell nach außen leitet. Achten Sie beim Kauf auf bequeme Passform und größtmögliche Bewegungsfreiheit.

  • Bei schönem Wetter und kürzeren Wanderungen sind Wandershorts gut geeignet. Für längere Touren sind die sogenannten Zip-off-Hosen eine gute Alternative: Sie lassen sich durch einen Reißverschluss von der langen in eine kurze Hose verwandeln. Für starken Regen eignen sich spezielle Regenhosen, die sich dank seitlicher Reißverschlüsse leicht über die andere Hose ziehen lassen. Als Materialien kommen Mischgewebe und Softshell infrage. Bei starken Niederschlägen eignet sich Hardshell sehr gut.
  • Das Hemd sollte genau wie die übrige Kleidung funktional sein: atmungsaktiv und Feuchtigkeit transportierend. Viele Wanderer tragen sie auch anstelle eines herkömmlichen Alltags-T-Shirts bei gutem Wetter, weil sie ein sehr angenehmes Gefühl bieten. Auch ein T-Shirt aus demselben Mischgewebe ist angenehm zu tragen. Wenn es kühler wird, tragen Sie eine Fleece-Jacke über dem Hemd.
  • Bei den Outdoor-Jacken ist die Auswahl besonders groß. Auch hier gilt: Wählen Sie Funktionsjacken. Sehr angenehm sind Softshell-Jacken, bei starkem Regen solche aus Hardshell, die überdies eine Kapuze haben sollten. Eine gute Alternative bei kühler Witterung und Wind ist eine Weste mit einem Fleece-Pullover. Dabei sind Rücken und Nacken geschützt, aber Sie haben an den Armen die volle Bewegungsfreiheit.

3. Sinnvolle Accessoires

Vergessen Sie nicht, wichtige Accessoires mitzunehmen. Dazu gehören zum Beispiel eine passende Kopfbedeckung, Tücher oder Schals und eine Sonnenbrille. Darauf sollten Sie keinesfalls verzichten. 

  • Bei Kälte ist eine Mütze selbstverständlich. Aber auch bei Sonnenschein ist ein Cap unabdingbar; denn in den Bergen unterschätzen viele die Kraft der Sonne.
  • Handschuhe aus Fleece wärmen nicht nur, sondern schützen auch die Hände, wenn Sie sich etwa an einem Felsvorsprung festhalten.
  • Es ist nicht zwingend erforderlich, ein Tuch oder einen Schal um den Hals zu binden, aber sie bieten der empfindlichen Nackenpartie zusätzlichen Schutz.
  • Ganz wichtig ist dagegen eine gute Sonnenbrille und das nicht ausschließlich, wenn Sie sich in Gletschergebieten bewegen. Speziell in großen Höhen und in der Nähe von Seen und Flussläufen kann die Sonne den ungeschützten Augen schaden.

4. Der Rucksack beim Wandern

Ein Rucksack ist zwar kein Kleidungsstück, aber er ist doch eng mit dem Körper verbunden. Generell gilt: Achten Sie auf den perfekten Sitz Ihres Rucksacks. Alle Menschen haben unterschiedliche Figuren und darauf haben die Hersteller Rücksicht genommen.

Die Daypacks

Der englische Ausdruck bezeichnet einen Rucksack, der sich für Tagestouren eignet. Sein Fassungsvermögen liegt bei maximal 30 Litern, da für einen einzigen Tag nicht so viele Utensilien erforderlich sind. Viele der Daypacks haben Tragegurte, was beim Wandern sehr praktisch ist.

Wenn Sie nur wenig auf Ihre Wanderung mitnehmen, ist der Daypack eine sehr gute Wahl. Er hat den weiteren Vorteil der Vielseitigkeit: Sie können ihn auch sehr gut zum Stadtbummel oder einem einfachen Tagesausflug mitnehmen.

Der Reiserucksack

Reiserucksäcke haben ein Fassungsvermögen von 70 Litern und mehr. Sie sind mit einem Tragegestell und Gurten ausgestattet. Es ist besonders wichtig, auf einen perfekten Sitz zu achten, um Druckstellen zu vermeiden.

Die meisten Reiserucksäcke sind in der Länge verstellbar; das ermöglicht eine variable Füllmenge. Praktisch ist eine zusätzliche Kopfmulde: Der gefüllte Rucksack, der bis zum Kopf oder darüber hinaus reicht, schränkt sonst die Beweglichkeit erheblich ein.

Wichtig ist auch ein Belüftungssystem im Rückenbereich; wenn es nicht vorhanden ist, geraten Sie dort leicht in unangenehmes Schwitzen.

5. Die richtige Wanderausrüstung

Bei der eigentlichen Ausrüstung ist ebenfalls entscheidend, ob Sie eine Tagestour unternehmen oder zwischendurch übernachten. Und da zählt die Frage, ob Sie in Hütten oder gar Pensionen schlafen oder die Nacht in der freien Natur verbringen.

Selbst bei kurzen Touren benötigen Sie ...

  1. Snacks: Sie dienen dazu, den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen und den Körper mit Energie zu versorgen. Schoko-/Müsliriegel und Studentenfutter haben sich bewährt.
  2. Die gefüllte Wasserflasche sollte einen bis drei Liter fassen. Es ist besser, am Ende noch einen Rest zu haben, als unterwegs Durst zu leiden.
  3. In das Erste-Hilfe-Set füllen Sie Pflaster, Desinfektionsmittel, vielleicht Schmerztabletten und ein kleines Kissen, das eine trotz aller Vorsicht entstandene Blase schützt. Außerdem sind die Tabletten erforderlich, wenn Sie regelmäßig welche benötigen.
  4. Bargeld/Bankkarte: Vielleicht kommen Sie beim Wandern an einem Ausflugslokal vorbei oder Sie müssen Geld für einen Notfall bezahlen.
  5. Ein komplett geladenes Handy ist deshalb wichtig, weil Sie damit die Wanderkarte online einsehen können. Außerdem müssen Sie im Notfall Hilfe rufen können.
  6. Papiertaschentücher dienen dazu, die Nase zu putzen, Schweiß abzutupfen, die Hände abzutrocknen und sind Ersatz für das Toilettenpapier.

Bei Übernachtungen in Berghütten sind die folgenden Utensilien wichtig:

  1. Schlafsack
  2. Ohrstöpsel sind in Schlafsälen sinnvoll.
  3. Der Ausweis des Alpenvereins ermöglicht Ihnen die vergünstigte Übernachtung.
  4. Eine Taschen- oder Stirnlampe, da nachts meist kein Licht mehr brennt.
  5. Waschzeug und vielleicht eine Tube Reisewaschmittel.
  6. Hüttenschuhe sind meist in den Hütten vorrätig.

Wenn Sie in der freien Natur übernachten möchten, brauchen Sie außerdem ...

  1. Das Zelt sollte handlich, leicht sein und einen gewissen Komfort bieten. Die sogenannten Kuppelzelte haben sich bewährt, weil sie sehr leicht sind, auch auf steinigem Boden gut halten und einen geräumigen Innenraum bieten.
  2. Die Matratze oder Isomatte muss sich klein zusammenrollen oder -falten lassen, aber dennoch eine gute Polsterung aufweisen und auch ausreichend Isolierung nach unten bieten. Praktisch sind Matten, die sich fast selbst aufblasen und sich später leicht leeren und falten lassen. Sie passen sich sehr gut den Körperformen an.
  3. Ein Taschenmesser mit mehreren Funktionen ist universell einsetzbar.
  4. Kochgeschirr: Wenn Sie Anfänger im Wandern sind, wählen Sie am besten ein komplettes Set. Es beinhaltet meist zwei Töpfe, einen Thermobecher und einen Beutel für den Abwasch. Alles lässt sich platzsparend ineinander packen.
  5. Nach wie vor gut geeignet sich Kocher mit einer Gaskartusche. Sie lässt sich auch angebrochen vom Kocher selbst lösen, weil beide Teile über Auto-Ventile verfügen.
  6. Anzünder und Streichhölzer sind sehr praktisch, weil Sie damit schnell ein Feuer – unabhängig vom Kocher – machen können.

Bei Wanderreisen mit STEWA Touristik genügt eine kleine Ausrüstung für Ihren persönlichen Bedarf: Etwas Proviant, Sonnenschutz, ein kleines Erste-Hilfe-Set, Hut und Sonnenbrille. Ihr Wanderguide steht Ihnen während den kompletten Wanderungen mit Rat und Tat zur Seite und hat mit Sicherheit den ein oder anderen Wandertipp parat.

Welche Routen sind zum Wandern oder Trekking geeignet?

Fernwanderwege sind eine ideale Einrichtung für nahezu alle Wanderfreunde. Sie ziehen sich über Hunderte von Kilometern hin und sind in mehrere Etappen aufgeteilt, die Sie alle nacheinander oder – je nach Kondition und Zeit – in einzelnen Abschnitten erwandern können. Fernwanderwege sind entweder durchgehend leicht bis mittelschwer und haben nur leichte Steigungen oder sie ziehen sich durch Ebenen wie auch über steile Gipfel hin.

Das gilt insbesondere für die grenzüberschreitenden Wege, die Ihnen den weiteren Vorteil bieten, auf Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern zu treffen.

Europäischer Fernwanderweg E 11

Dieser Wanderweg ist bestens geeignet für alle, die keine großen Steigungen bewältigen möchten; denn es handelt sich um einen sogenannten Tieflandweg.

Vom lebhaften und zugleich malerischen Amsterdam aus geht es bis nach Masuren, das zauberhafte Gebiet in Polen.

In Deutschland passieren Sie das beschauliche Weserbergland mit seinen sanften Hügeln. Nachdem Sie Potsdam und Berlin gestreift haben, geht es über die Elbe zur Oder und zur Warthe bis schließlich in die Augostower Heide im malerischen Masuren.

Europäischer Fernwanderweg E 10

Sehr abwechslungsreich in Hinblick auf Steigungen und Landschaften allgemein präsentiert sich der E10. Er führt von Deutschlands größter Insel Rügen durch den schönen Böhmerwald bis nach Norditalien mit seinen reizvollen Orten und den imposanten Bergen.

Wenn Sie flaches Gelände bevorzugen, gehen Sie den ersten Teil: Klingende Namen wie die Mecklenburger Seen, Spreewald, Böhmerwald, Moldau und Prag bezaubern mit ihrer Vielfalt. Sie sehen nicht nur wunderschöne Landschaften und Orte, sondern genießen nebenbei auch die kulinarischen Köstlichkeiten der jeweiligen Region.

Spätestens ab Salzburg wird es alpin. Das sollten sich nur geübte Wanderer oder solche mit sehr guter Kondition zutrauen. Das Südtiroler Pustertal mit seinen mächtigen Gipfeln, die herrlichen Städte der Gegend und der Endpunkt Bozen machen die Anstrengungen im Aktivurlaub schnell vergessen.

Aktivurlaub mit STEWA – Wandern in seiner schönsten Form

Wenn Sie Ihren Wanderurlaub bei STEWA buchen, genießen Sie die Bewegung in der Natur, erfreuen sich an den landschaftlichen Schönheiten und sind mit Gleichgesinnten unterwegs.

Der renommierte Reiseveranstalter macht es seinen Gästen leicht: In komfortablen Reisebussen reisen Sie zum Ausgangspunkt Ihrer Reise. Sie beziehen ein gutes Hotel, von dem aus Sie zu ausgedehnten Wanderungen in die wunderbare Umgebung starten können. Ein erfahrener Wanderführer begleitet jede einzelne Tour. Er weist Sie auch auf besondere Sehenswürdigkeiten hin und macht Sie auf die Schönheiten der Natur aufmerksam.

Selbstverständlich gibt es auch Touren, die von einem Übernachtungspunkt zum nächsten führen.

Mit STEWA Touristik gelingt Ihr Aktivurlaub unbedingt.

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